Körpertherapie in der psychiatrischen und psychosomatischen Praxis |
Referenten Tina Ohl, Olga Zimmermann
Zielgruppe Ärzte/-innen, Psychologischer Dienst, Pflegedienst, (Co-) Therapeutischer Dienst, Sozial- und Erziehungsdienst
Ziele In der täglichen Arbeit auf psychiatrischen und psychosomatischen Stationen leisten multiprofessionelle Teams bereits eine fundierte und wertvolle Begleitung ihrer Patienten/-innen. Dennoch gibt es Momente, in denen die rein verbale therapeutische Kommunikation an ihre Grenzen stößt. Wenn Stress, akute und chronische Belastung oder Daueranspannung unser Nervensystem in Besitz halten, ist der verbale Austausch oft verstimmt und das Erlebte lässt sich kaum in Worte fassen. Getreu dem Leitsatz "Und ewig ruft die Psyche ihren Leib" findet die Antwort dann oft auf der körperlichen Ebene statt - sowohl bei Patienten/-innen, als auch bei einem selbst. Diese Fortbildung setzt genau hier an und soll ermöglichen, die Sprache des Körpers besser zu verstehen. Der körperorientierte Zugang in der therapeutischen Beziehung ist dabei nicht als Alternative zur kognitiven Intervention gedacht, sondern als sinnvolle und ganzheitliche Ergänzung. Sie lernen, die Sprache des Körpers als zusätzliches diagnostisches und therapeutisches Instrument zu nutzen, um die Selbstregulation der Patienten/-innen zu aktivieren und die eigene Präsenz und Wirksamkeit im therapeutischen Kontakt zu stärken. Der Tag ist als Wechsel zwischen theoretischer Vermittlung und Selbsterfahrung konzipiert.
Hinweis Bitte ziehen Sie bequeme Kleidung zum Seminar an. |